Vom 10 bis zum 12. September 2025 fand in Berlin der 29. Renovabiskongress statt, mit dem Thema: Menschenwürde: unantastbar und verletzlich.
Unsere Generalsekretärin, Sr. Marjolein hat mit viel Freude an den Sitzungen im Plenum und in den Arbeitsgruppen teilgenommen. Es waren hochkarätige Referierende, z. B. Prof. Dr. Ingeborg Gabriel (Wien), Oleksandra Matviichuk (ukrainische Juristin und Friedensnobelträgerin, online), Johann Saathoff (Staatssekretär Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit), Prof. Dr. Roman Globokar (Slowenien), Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, (Direktor des Biblischen Instituts, Berlin), Prof. Dr. Regina Polak (Wien), Metropolit Grigorije Durić (Metropolit der Serbisch-orthodoxen Christen in Deutschland), dabei.
In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft wird die Menschenwürde oft instrumentalisiert und infrage gestellt. Für Christinnen und Christen bleibt sie jedoch unveräußerlich, da sie jedem Menschen als Ebenbild Gottes gegeben ist. Anliegen war es, ein tieferes Verständnis der Menschenwürde und ihrer Schutzmechanismen zu fördern und die Dilemmata zu reflektieren, die sich in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Kontexten ergeben. Dabei stellte sich die Frage, wo heute die größten Herausforderungen für den Schutz der Menschenwürde liegen und welche gesellschaftlichen und politischen Spannungen sich in Europa abzeichnen. Und welche Verantwortung tragen Politik, Kirche, religiöse Gemeinschaften und die Gesellschaft insgesamt, um sie zu bewahren und zu stärken?
Nach einigen allgemeinen Betrachtungen kam das Thema Euthanasie auf den Tisch: „Herausforderungen und Dilemmata anhand der Frage des assistierten Suizids“: sehr bewegend!
Dann gab es Fallstudienarbeit. Sr. Marjolein war in zwei Arbeitsgruppen: über Safeguarding und Menschenhandel.
Während viele sich auf den Weg zur Exkursion zu den verschiedensten Best-Practice-Beispielen in Berlin machten, schloss sich unsere Generalsekretärin einer Gruppe an unter dem Titel: Gewalt gegen Frauen im Kontext von Tradition, Armut und Ausbeutung.
Am letzten Tag hörten wir Zeugnisse aus Bulgarien, Armenien und Ukraine.
Der Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Thomas Schwartz, verlas am Ende eine Liste mit Schlussfolgerungen vor, die wir mit Applaus unterstützten.
Dankbar für den Reichtum der Gespräche und Begegnungen reiste Sr. Marjolein wieder ab.