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Bericht über die 22. Generalversammlung der UCESM am 20.-25. 25 April 2026 in Marija Bistrica (HR)

Die 22. Generalversammlung der UCESM fand vom 20. bis 25. April 2026 in Marija Bistrica, einem bekannten Marienwallfahrtsort in Kroatien, etwa vierzig Kilometer nördlich von Zagreb, statt. Rund 60 Teilnehmer aus 20 Nationen kamen in einer freudigen, sehr gastfreundlichen Atmosphäre zusammen. Neben dem Networking, dem gemeinsamen Gebet und dem Erfahrungsaustausch widmeten wir uns in diesen Tagen der Reflexion über das für diese Woche gewählte Thema: „Das Ordensleben und die Kulturen – Konsequenzen für unser Leben und unsere Sendung“.

Während der gesamten Versammlung gaben mehrere Hauptredner wertvolle Einblicke in wesentliche Dimensionen des Ordenslebens und der Mission heute und bereicherten unsere Gespräche:

  • P. Hans Zollner hielt einen Vortrag zum Thema „Eine Kultur des Safeguarding in unseren (oft kleinen) Gemeinschaften“. Er stellte Safeguarding als einen Weg dar, das Evangelium – und damit unsere Mission – in vollem Umfang zu leben, sowie als Maßstab, an dem wir gemessen werden. Allzu oft geht die Kirche jedoch noch immer unzureichend mit den Verbrechen der Vergangenheit und den Schwächen der Gegenwart um. Umso mehr sollte der Schutz vor Missbrauch zu einem integralen Bestandteil des Lebens unserer Gelübde und unserer Mission werden – und nicht nur Teil von Protokollen und Richtlinien.
  • Die digitale Welt“ war das Thema, das P. Lluís Oviedo in seinem Vortrag behandelte: Sie ist nicht mehr nur eine Sammlung von Werkzeugen, sondern hat sich zu einem echten Umfeld entwickelt, das unsere Denkweise, unsere Beziehungen und unser Ordensleben prägt. Die ständige Herausforderung wird darin bestehen, in dieser digitalen Welt ohne Angst, aber bewusst zu leben und das richtige Gleichgewicht zu wahren. Das Ordensleben muss sich daher anpassen, dabei aber seinen wesentlichen Sinn und seine Verbindung zur Transzendenz bewahren.
  • P. Peter Claver Narh führte uns in die Interkulturalität innerhalb unserer Gemeinschaften ein. Er machte uns bewusst, dass es nicht nur eine einzige Sichtweise auf Wahrheit und Realität gibt, sondern je nach unserem kulturellen Hintergrund unterschiedliche. Es reicht jedoch nicht aus, nur nebeneinander zu leben (Multikulturalismus); wir müssen uns in Richtung Interkulturalität bewegen und aktiv nach echter Zusammengehörigkeit streben. Diese Haltung wird es uns ermöglichen, „Einheit in der Vielfalt“ zu leben, und kann so zu einem bedeutenden Zeichen in einer zunehmend polarisierten Welt werden.
  • Frau Claire Jonard berichtete von ihren Erfahrungen in der Jugendpastoral. Die vielen Krisen in der Welt, die Verletzlichkeit des Menschen, das digitale Umfeld und das Leben in einem multikulturellen Kontext sind Teil ihrer täglichen Realität. Da Freundschaften für junge Menschen von entscheidender Bedeutung sind, besteht unsere Aufgabe darin, Räume und Gelegenheiten zu schaffen, die echte Beziehungen fördern und sie auf diese Weise auch zu einer tieferen Beziehung zu Gott führen.

Als besondere Gäste waren Sr. Simona Brambilla, Präfektin vom DIVCSVA – einige Worte ihrerseit auf Italienisch finden Sie hier -, und Erzbischof Gintaras Grušas, Präsident des CCEE, anwesend. Beide ermutigten uns, in unseren europäischen Ländern als Missionare tätig zu sein: Lebt das Brot des Lebens in uns, oder ist es zur Routine geworden? Brennen wir noch immer so sehr dafür, die Frohe Botschaft zu verbreiten, oder haben wir uns auf die Aufrechterhaltung des Bestehenden verlegt?

Wir sind auch dankbar für die bereichernde Anwesenheit von Sr. Roxanne Schares (Geschäftsführerin der UISG), P. Mario Zanotti (Generalsekretär der USG), Frau Daniela Leggio (Leiterin der Formationsabteilung beim DIVCSVA) und Dr. Markus Ingenlath (Geschäftsführer von Renovabis).

Die Zukunft der UCESM wurde erörtert, und es wurde eine gewisse Umstrukturierung vereinbart. Wir werden die UCESM weiterhin zu einem Instrument im Dienst der Ordensfrauen und -männer in Europa machen, die zum Wohl der Menschen, zu denen wir gesandt sind, leben und arbeiten. Wir stehen in Solidarität mit allen Ländern, die unter Krieg leiden, und verpflichten uns als geweihte Personen zum Gebet für den Frieden und zu dessen Förderung.

Am 22. April hatten wir während unseres Ausflugs nach Zagreb und unseres Besuchs dort die Ehre, in der Kathedrale (bzw. in deren Nebengebäude, da die Kirche derzeit renoviert wird) gemeinsam mit Weihbischof Marko Kovač von Zagreb die Messe zu feiern.

Zum Abschluss der Versammlung wurde ein neuer Vorstand für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Die neuen Mitglieder sind: Sr. Ângela de Fátima Coelho da Rocha (P), Präsidentin; Br. Miljenko Hontić (HR), Vizepräsident; Sr. Alfonsa Karapata (UA) und P. Jean-Pascal Lombart (F), Beisitzer.

Am 1. Juli wird Sr. Marjolein Bruinen, die Generalsekretärin, sich nach 10 Jahren von der UCESM verabschieden, und ihre Assistentin, Frau Nicole Jacqué, nach 27 Jahren! Die Versammlung sprach ihnen einen herzlichen Dank für ihren Einsatz aus.