Von 24. bis 27. November 2025 fanden im Wiener Kardinal König Haus die Ordenstagungen 2025 statt, die unter dem Motto „Immer noch unterwegs – Denkanstöße zum Heiligen Jahr“ standen.

Im Namen der UCESM nahm unsere Generalsekretärin, Sr. Marjolein Bruinen, teil.

Der Auftakt der Ordenstagungen war die Generalversammlung und der Ordenstag Young am Montag, den 24. November 2025. Die Mitglieder der Österreichischen Ordenskonferenz wählten ihren neuen Vorstand. Neue Vorsitzende ist Priorin Sr. Franziska Madl von den Dominikanerinnen Wien-Hacking, die zuletzt das Amt als stellvertretende Vorsitzende innehatte. Propst Anton Höslinger aus dem Stift Klosterneuburg wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Am Dienstag, 25 November trafen sich rund 400 Ordensleute, Mitarbeitende in den Werken der Orden und Interessierte zum großen Österreichischen Ordenstag, unter dem Titel: Pilgern und Hoffnung als Kraftquellen des Glaubens. Martin Dürnberger, Professor für theologische Grund- und Gegenwartsfragen und Leiter der Salzburger Hochschulwochen, sprach über die Frage, wie Glaubensgemeinschaften in einer Zeit weltweiter Unruhe Orientierung geben können. Vertiefendes über die Wesensart christlicher Hoffnung hörten wir im Vortrag von Pastoraltheologin Veronika Prüller-Jagenteufel. Es handle sich bei ihr nicht um vage Zuversicht, zumal die im Glauben begründete Hoffnung vielmehr eine „Beziehung“ und „existenzielles Vertrauen“ sei. Zweifel und Unsicherheit hätten dabei einen Raum, durch sie könne sich Glaube überhaupt erst entfalten und Hoffnung entstehen.

Die Zukunftsfähigkeit des Ordenslebens hat Benediktiner-Abtprimas Jeremias Schröder hervorgehoben und dabei eine klare Unterscheidung zwischen realistischer Analyse und österlicher Hoffnung eingefordert. Ordensgemeinschaften stünden vielfach unter Druck, doch Resignation sei keine Option: „Ordensleben ist immer noch möglich – fragil, aber getragen von Hoffnung“, sagte er. Hoffnung sei dabei nicht mit Optimismus zu verwechseln; sie speise sich aus dem gesamten österlichen Prozess „von Karfreitag über die Leere des Karsamstags bis zur Auferstehung als unverfügbarer Neuanfang“.

Am Mittwoch fanden dann traditionell die Fachtage für Bildung, Kultur und Mission statt.


Sr. Marjolein nahm am Missionstag teil. Das Motto lautete: „Glaubenswege – gemeinsame Antworten auf veränderte Realitäten suchen“. Im Zentrum standen die Präsentation der Studie „Was glaubt Österreich?“ sowie Erfahrungsberichte von Ordensleuten aus unterschiedlichen Kulturen, die Einblicke in ihr Ankommen und Wirken in einem neuen Land gaben.

 

 

Am Donnerstag wurden die Ordenstagungen 2025 mit dem Gesundheitstag beschlossen.
An dem Tag fuhr Sr. Marjolein voller Freude um das Gehörte und wegen der vielen herzlichen Begegnungen, wieder heim.